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Budo aus heutiger Sicht
Das Interesse an Japans Kultur brachte viele Menschen dazu, sich eingehend mit den japanischen Künsten zu befassen und sie zu studieren. Von den Bewegungskünsten verbreiteten sich die Selbstverteidigungsarten und Kampfkünste recht schnell. Sie geben dem Menschen in scheinbar leichter Weise Zugang zu fast übermenschlicher, unbesiegbarer Kraft bzw. Technik. Während ihres langen und harten Trainings müssen jedoch viele erkennen, daß der Weg dorthin nur sehr langsam zu beschreiten ist. Im Laufe des Übens treten schließlich neue Ziele in den Vordergrund und werden erkannt: statt aus-schließlicher Stärkung des Körpers die Ausbildung des Geistes, anstelle von Askese des Geistes die Förderung der seelischen Kräfte. So tritt die Kunst mit Leben und Arbeit in Verbindung. Sie wird gleichsam Quelle der Weisheit, Lebenserkenntnis und Philosophie. |